Kampfkunst

Der Begriff Kampfkunst leitet sich in vielen Sprachen aus dem Lateinischen ab. Dort steht der Begriff "Ars Martialis" für die Kunst des Mars, dem römische Kriegsgott. In anderen Sprachen schreibt man "Martial Arts" (engl.) "Arts Martiaux (franz.), "Artes marciales" (span.) oder "Arti Marziali" (ital.), dementsprechend erscheint "Kampkunst" als adäquate deutsche Übersetzung. Im deutschsprachigen Raum wird unter Kampfkunst ein wettkampffreier Stil verstanden, der sich mit dem Unterricht von Selbstverteidigung, polizeilichen Eingriffstechniken und/oder militärischem Nahkampf beschäftigt. Meist sind diese Kampfkünste auch an traditionelle Rituale gebunden und haben sich überall dort entwickelt, wo der Mensch Auseinandersetzungen mit anderen hatte. Doch nirgends hat sich so eine Kultur der Kampfkünste entwickelt wie in den Südost- und Ostasien.

Aus den ehemaligen Kampfkünste Japans wurden in Europa Kampfsportarten. Die ursprünglichen Kampfkünste beinhalteten eine technischen und einen geistigen Hintergrund. In unserer westlichen Welt wurde vielmals nur der körperliche- technische Seite trainiert, die geistige-seelische Seite wurde auser Acht gelassen.

In den Kampfsportarten wurden nur noch das Gewinnen von Meisterschaften und Erringen von Titeln in der Vordergrund gestellt.

Deshalb sollte es die Aufgabe der traditionellen Kampfkünste sein die alten Werte wieder zu erkennen und zu lehren. Die Wettkampfsportart Judo hat sich aus dem klassischen japanischen Jiu Jitsu entwickelt, ebenso wie die Kampfkunst Aikido und unzählige andere Stile.

Die heutigen Kampfsportarten sind interessant und wertvoll, wenn es gelingt die alten Kunstferigkeiten, ihre geistigen Werte und ihr kriegerische Effektivität für die Selbstverteidigung zu erhalten.

Die wichtigsten Werte der Kampfkünste, hier besonders Karate und Jiu Jitsu liegen im erzieherischen Bereich, d.h. in der unmittelbar erlebten körperlichen Auseinandersetzung, im bewußten Wechselspiel zwischen Angriff und Verteidigung, in der Notwendigkeit zwischen Aggression und passivem Verhalten ständig blitzschnelle Entscheidungen zu treffen, sowie im Finden einer Strategie und dem Erahnen der Absichten des Gegners.

Hierin sehen wir eine wichtige Aufgabe des Seishin Ryu Jitsu.


Seishin

Die Bedeutung, Deutung und Übersetzung von Seishin:

  • Wille
  • Sinn
  • Moral
  • Idee
  • Geist
  • Seele
  • Psyche